Die Beziehung zwischen Mensch und Tier sollte von Achtung bestimmt sein. Futtermengen,Stallungen und alles, was mit dem Wort "Lebensbedingung"zu tun hat, wird vom Mensch geprägt und bestimmt. Die Haus- oder Nutztiere stehen in einem solchen Abhängigkeitsverhältniss zum Menschen, dass jegliche Unachtsamkeit oder Missverhalten sich auf Gesundheit und das Körperbefinden des Tieres auswirkt. Daraus resultiert eine Verantwortung. Diese Gemeinschaft ist also abhängig von der Einstellung des Menschen. In der Vergangenheit wurden Tiere auch unter unglaublich schlechten Bedingungen gehalten. Die Bezeichnung " Produktionsmittel " bekam das Lebewesen aber erst im 20 Jahrhundert.

Es wird kaum an der Intelligenz und Lernfähigkeit, an sensiblen Empfindungen von Haustieren wie Hunden und Katzen gezeifelt. Aber was traut man unseren Nutztieren zu ? Sie haben nur einen Schlacht- bzw. ökonomischen Wert. Wir unterscheiden also zwischen Tier und Tier. Die barbarischen Schlachtviehtransporte mit ihren Schrecken sind bekannt, und die Schlachthöfe scheuen die Öffentlichkeit aus gutem Grund. Die meisten Leute essen möglichst Schnitzel, Filet oder Burger, also nur jene Teile, denen man das tote Tier kaum mehr ansieht. Die Massentierhaltung zur Aufrechterhaltung eines aus verschiedenen Gründen nicht mehr vertretbaren immensen Fleischkonsums in vielen Ländern, geschieht ohne Rücksicht auf die elementarsten Bedürfnisse fühlender Wesen und ist Tierquälerei .

Die Grundhaltung des Menschen der Ehrfurcht vor dem Leben, verpflichtet den Menschen zum Schutz der Tiere als empfindungsfähige Mitwesen. Tiere haben Anspruch auf Respekt vor ihrer Würde. Diese drückt sich in der artgerechten Haltung und den natürlichen Entfaltungsmöglichkeiten aus. Er hat die Pflicht, in seinem Handeln das größte Maß an Wohlergehen aller Tiere zu ereichen. Das Recht, das der Mensch sich nimmt, Tiere zu nutzen, ist aber gekoppelt mit der Pflicht, den Missbrauch dieses Rechts zu vermeiden.

Das Konzept des Tierschutzes hat immer schon lange gebraucht. Erstmals ernst genommen wurde das Thema 1822 in England. Die Misshandlung einer Kuh wurde beklagt und man gewann. Die königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten gegen Tiere wurde ins Leben gerufen. Das erste Gesetz für den Schutz von Tieren fand dagegen erst 1911 Eingang in die britische Gesetzessammlung. England als Vorreiter oder Gründer im Tierschutz brauchte selbst fast 1 Jahrhundert für ein funktionierendes System.